dis4ia – Trans* im Game

Mit (geschlechtlichen) Zuschreibungen, Kategorisierungen und Erwartungshaltungen werden wir jeden Tag aufs Neue konfrontiert. Wie schmerzhaft und unaushaltbar diese sind, wird vor allem auch durch die persönliche Geschichte von Trans* Personen sichtbar, wie sie zum Beispiel in Literatur und Film geschildert werden. In Videospielen hingegen ist Trans* derzeit noch nicht so aufgegriffen worden. Eine Möglichkeit dies aber zu tun zeigt das Spiel dis4ia (2012) der Game Designerin* Anna Anthropy in dem sie* ihre* persönlichen Lebensgschichte verarbeitet. Weiterlesen

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Evelyn Grill: Wilma

In einem abgeschiedenen Dorf mitten im Salzkammergut leben Agnes und Wilma, ebenfalls abgeschieden und auf ihr eigenes (Über-)Leben konzentriert, denn Wilma ist behindert und wird daher aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Agnes, die das ca. 15 jährige Mädchen* zu sich genommen hat als deren Mutter* eines Tages verschwunden ist, fügt sich in diese Abgeschlossenheit. Es gilt nicht aufzufallen. Nicht in einer Gesellschaft anzuecken, die für Wilmas Behinderung nur Verachtung und Ekel empfindet. Die nicht damit umgehen kann, dass Wilma mehrere Kleidungsstücke übereinander trägt, nicht spricht und auch mit ihrem Körper mehr Platz beansprucht, als ihr zugestanden wird. Weiterlesen

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Podcast zu Intergender in der Literatur

Das Motiv der intergeschlechtlichen Person in der Literatur ist vor allem durch Jeffrey Eugenides’ Roman “Middlesex” bekannt geworden. Literatur zu diesem Thema ist aber bereits schon viel früher geschrieben worden. Zumeist handelt es sich dabei um autobiographische Schriften, also Selbstzeugnisse von Menschen, die über ihr Leben als intergeschlechtliche Person berichten. Als eines der Schlüsselwerke ist dabei die Geschichte von Herculine Barbin zu nennen, die von Michel Foucault herausgegeben wurde. Weiterlesen

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Frauen*FrühlingsUni 2013: Programm ist online!

Unter dem Motto “Feminism United” findet dieses Jahr im Burgenland die Frauen*FrühlingsUni statt. Inhaltlich sind die Beiträge in drei Themenschwerpunkte unterteilt: “Arbeit, Bildung, Wirtschaft”, “Sexualität, Gender” und “feministische Geschichte und Politik”. Das Rahmenprogramm bilden eine Ausstellung und Konzerte.

Das Programm für die diesjähre Frauen*FrühlingsUni ist online und kann hier abgerufen werden. Anmeldungen sind ebenfalls schon möglich: Link
Kosten: 50 € für 4 Tage, 15 € pro Tag oder 30 € Studierende, Pensionistinnen*, Arbeitslose

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Filmtipp: Pariah

Alike, genannt Li, ist 17 Jahre alt. Aufgewachsen in einer schwarzen* Mittelschichtsfamilie sieht sie* sich mit Rollenzuschreibungen konfrontiert, die nicht zu ihr* passen. Vor allem ihre* Mutter* versucht sie* in das klassische, heteronormative Rollenbild hinein zu pressen. Doch Li ist anders, keine explizite Außenseiterin* oder Ausgestoßene* wie der Filmtitel vermuten lässt, aber doch nicht der konstruierten Norm entsprechend. Weiterlesen

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Das Private ist noch immer politisch

Es reicht!

Wir verfolgen jetzt seit über eine Woche die Debatte um Sexismus, ausgelöst durch die #aufschrei Aktion auf Twitter. Zu Beginn haben wir die Debatte mit großem Interesse verfolgt, ja sogar mit Freude, dass endlich über ein so wichtiges und brisantes Thema wie sexualisierte Gewalt und Übergriffe im Alltag gesprochen wurden. Wir waren erstaunt darüber wie schnell die Medien darüber berichtet haben, freuten uns über das große Echo. Doch dann mussten wir feststellen, dass gerade im deutschsprachigen Raum die Art und Weise wie darüber berichtet wurde am Thema vorbei ging. Statt sich damit auseinanderzusetzen welche Strukturen durch die Erzählungen sichtbar werden, sprach man über „missverständliches Flirten“. Um es hier noch einmal deutlich zu sagen: Es geht nicht ums Flirten! Ging es nie. Es geht nicht darum eine sympathische Person zu treffen und nett zu plaudern. Es geht darum, dass Menschen – und hier vor allem Frauen* – unabhängig von Hintergrund, sexuelle Orientierung, Klasse, Alter, dis/ability, Kleidung, Tageszeit und Ort belästigt und bedrängt werden. Und das ist der feine Unterschied: Flirten, auf einer Ebene kommunizieren und spüren wenn die_der andere nicht (mehr) will. Oder: Eine Person bedrängen und ihr_ihm etwas aufzwingen, was sie_er nicht will. So zu handeln heißt sexistisch zu handeln. Sexismus ist nach Gudrun-Axeli Knapp in Anlehnung an Elizabeth Grosz „die unberechtigte differentielle Behandlung der beiden Geschlechter zum Nutzen des einen und auf Kosten des anderen.“[1] Das heißt, dass Menschen in nur zwei Geschlechter namens weiblich* und männlich* unterteilt werden und eines als wichtiger, besser als das andere gesehen wird. Vor allem heißt das, dass ein bestimmtes männliches* Verhalten und Sein über weibliches* gestellt wird. Die Erkenntnis findet sich schon bei Simone de Beauvoir. „Die Frau*“, so Beauvoir, erscheint „dem Mann in erster Linie als Sexualobjekt“ und weiter „Sie wird bestimmt und unterschieden mit Bezug auf den Mann, dieser aber nicht mit Bezug auf sie; sie ist das Unwesentliche angesichts des Wesentlichen. Er ist das Subjekt, er ist das Absolute: sie ist das Andere.“[2] Weiterlesen

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„Wir dürfen alle Texte lesen, bevor sie erscheinen“ – Interview mit den Verleger_innen von Zaglossus Teil II

Nachdem im ersten Teil die lesbisch-schwule Buchszene und die Bedeutung des Verlags im Vordergrund gestanden sind, geht es nun um die Buchszene im Allgemeinen, den politischen Anspruch des Verlags und darum, was uns im Herbst 2012 und Frühjahr 2013 erwarten wird.

 Ihr habt angesprochen, dass es in der Buchbranche aus den verschiedensten Gründen derzeit etwas schwieriger ist. In diesem Zusammenhang ist es inzwischen ja schon eine leidige Frage, aber was sagt ihr zum E-Book? Was heißt das für eure Arbeit?

Nicole: Das ist etwas, das wir uns noch genau ansehen werden und mit dem wir uns jetzt schon etwas länger beschäftigen. Momentan ist es noch nicht so verbreitet, aber ich kann mir vorstellen, dass es noch mehr kommt. Ich bin nach wie vor eine große Liebhaberin des gedruckten Buches und kenne auch viele Menschen, die es sind. Ich selbst habe aber einen E-Book-Reader und verwende ihn auch für einige Sachen. Weiterlesen

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